Es besteht ein starker Wunsch oder Zwang, der auch von körperlichen Entzugserscheinungen begleitet sein kann, bestimmte Substanzen, wie etwa Alkohol, Heroin oder Kokain, zu sich zu nehmen. Zunehmender Kontrollverlust bestimmt das Erleben und Verhalten des Abhängigen. Aktivitäten und Interessen, die nicht mit der Abhängigkeit in Verbindung stehen, werden immer mehr vernachlässigt.
Adipositas
Adipositas ist der medizinische Fachausdruck für Übergewicht. Damit bezeichnet man den Zustand eines Menschen, der durch eine übermäßige Ansammlung von Fettgewebe im Körper charakterisiert ist. Adipositas wird heute als eine chronische Störung der Gesundheit verstanden. Sie beruht auf einer komplexen genetischen Veranlagung, ist oft begleitet von Folgekrankheiten mit hohem Sterblichkeitsrisiko und macht eine langfristige Behandlung und Betreuung nötig. Übergewicht und krankhafte Adipositas sind heute in der Bevölkerung weit verbreitet. Etwa jeder dritte erwachsene Mensch in Europa ist übergewichtig und sollte aus gesundheitliche Gründen sein Gewicht verringern. Als Masseinheit für das individuelle Gewicht gilt der sogenannte "Body Mass Index" (BMI), der nach der Formel berechnet wird: BMI = Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch Körpergrösse (in Metern zum Quadrat).
Agnosie
Störung des Erkennens trotz intakter Funktion der Sinnesorgane, der Intelligenz und des Bewusstseins. Ein wahrgenommener Gegenstand wird nicht wiedererkannt, das heißt mit Erinnerung in Beziehung gebracht.
Agoraphobie (Platzangst)
Es besteht eine starke Angst, sich in Menschenmengen, auf öffentlichen Plätzen aufzuhalten oder sich bei Reisen zu weit vom eigenen, als sicher betrachteten Zuhause zu entfernen. Diese Situationen werden als so unangenehm erlebt, dass sie vermieden werden.
Agraphie
Agraphie bezeichnet eine Störung in einem bestimmten Zentrum des Großhirns, die zu Schreibunfähigkeit führt.
Akalkulie
Durch den Verlust des Zahlenvorstellungsvermögens kommt es zu Rechenunfähigkeit. Sie geht oft einher mit der Schädigung eines bestimmten Hirnbereichs.
Akinese
Es handelt sich um das Fehlen oder die Störung der willkürlichen Muskelaktivität. Die betroffene Muskulatur ist jedoch nicht gelähmt. Die Ursachen dafür sind Erkrankungen oder Verletzungen tieferer Hirnregionen oder Nebenwirkungen von bestimmten Medikamenten.
Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörungen
Es ist dem Patienten unmöglich, in verschiedenen Situationen eine Tätigkeit zu Ende zu bringen oder sich auf deren Bearbeitung hinreichend zu konzentrieren. Körperliche und gedankliche Ruhelosigkeit, Überaktivität und mangelnde Ausdauer, wo gerade Ruhe und Konzentration gefordert sind, sind hier verhaltensauffällig.
Algophobie
Übersteigerte Angst vor Schmerzen.
Alkoholismus
Alkoholismus bezeichnet die Abhängigkeit vom Alkohol. Es kommt zu einer zunehmenden Gewöhnung. Das Denken und Verhalten kreist immer mehr um das Trinken. Trotz immer größer werdender Nachteile durch den Alkoholkonsum, z.B. durch körperliche Schädigungen (Leber-, Hirnschädigung) oder soziale Benachteiligungen (Arbeitsplatzverlust, Scheidung) wird an dem abhängigen Verhalten festgehalten.
Alzheimer-Erkrankung
Beginnend zumeist im sechsten bis siebten Lebensjahrzehnt, verschlechtert sich der Zustand des Patienten eher langsam. Vergesslichkeit, Denk- und Wahrnehmungsstörungen, Sensibilitätsverlust, Gesichtsfeldausfälle und Koordinationsstörungen bis zum Verlust des Wissens um die eigene Person und Identität.
Amnesie
Amnesie bezeichnet eine allgemeine Beeinträchtigung der Erinnerungsfähigkeit, verursacht durch eine zeitweilige oder andauernde Erkrankung bestimmter Hirnregionen, die für Gedächtnisprozesse zuständig sind.
Analytische Psychotherapie nach C. G. Jung
Jung (1875-1961) entwickelte ausgehend von der Psychoanalyse nach Freud seinen eigenen tiefenpsychologischen Behandlungsansatz. Jung betrachtet den Menschen ganzheitlich, mit all seinen angeborenen Bestimmungen, seinen erworbenen Prägungen und seinen aktuellen Lebensumständen. Die Krankheitsanzeichen werden von ihm nicht nur als auszumerzende Störfaktoren angesehen, sondern fließen, wie alle bewussten und unbewussten Inhalte, wie Träume, Bilder, Fantasien, mit in die Behandlung ein und dienen der Selbsterkenntnis des Patienten. Den kreativen Möglichkeiten wird im weitesten Sinn Raum gegeben. Auf diesem Weg können Krisensituationen zu neuen Perspektiven von Lebenssinn führen. Zitat Jung: "Indem sich der einzelne Mensch über sich selbst bewusst wird, leistet er als verantwortliches Glied für die Gesellschaft seinen wertvollsten Beitrag."
Angsterkrankungen (Angststörungen)
Es wird im wesentlichen zwischen drei Formen unterschieden: der Panikstörung, der generalisierten Angst und der phobischen Angst.
Angststörungen
Es wird im wesentlichen zwischen drei Formen unterschieden: der Panikstörung, der generalisierten Angst und der phobischen Angst.
Anorexia nervosa (Magersucht)
Zumeist sind Frauen und junge Mädchen betroffen. Obwohl bereits ein erhebliches Untergewicht besteht, halten sich die Patienten für zu dick bzw. haben große Angst davor, dick zu werden. Der Gewichtsverlust wird selbst herbeigeführt, etwa mit Erbrechen, Abführen, der Einnahme von Appetitzüglern und Esskontrollen.
Anpassungsstörungen
Es handelt sich um Leidenszustände von emotionaler Beeinträchtigung, die nach einer entscheidenden Lebensveränderung (nach einem Trauerfall, einer Trennung, schwerer körperlicher Krankheit) auftreten. Depressive Verstimmungen, Ängste und die Überzeugung, alltägliche Situationen und Anforderungen nicht mehr erfüllen bzw. bewältigen zu können, kennzeichnen das Erleben des Patienten.
Aphasien (Sprachstörungen)
Die Sprachstörungen treten infolge von Herdschädigungen des Gehirns auf und äußern sich in verschiedener Weise: Stottern, Unregelmäßigkeiten in der Lautproduktion, obwohl die Sprechwerkzeuge intakt sind, Probleme im Erkennen der Wortbedeutungen.
Artikulationsstörungen
Starke Artikulationsfehler in der Sprache, die ein Verstehen des Patienten erheblich vermindern. Es kommt zu Auslassungen, Verzerrungen, Ersetzungen von Lauten und inkonsistenten Lautfolgen.
Asthma bronchiale
Asthma bronchiale zählt zu den häufigsten Erkrankungen der Lunge, dabei handelt es sich um ein Krankheitsbild, das durch eine generalisierte Verengung der Atemwege bestimmt wird. Es kommt zu einer anfallsartig einsetzenden Kurzatmigkeit, wobei der Patient keuchend versucht, auszuatmen. Zur Entstehung und Aufrechterhaltung von Asthma bronchiale können auch emotionale Faktoren beitragen. Ein Beispiel für eine seelische Verursachung: Belastende unbefriedigende Beziehungen zu wichtigen Familienmitgliedern haben sich in vielen Situationen bei asthmaerkrankten Kindern als wesentliche Auslösebedingungen herausgestellt. So zeigten diese Kinder eine deutliche Verbesserung ihrer Symptomatik, wenn sie aus ihrer gewohnt belastenden familiären Umgebung herausgenommen werden und einige Wochen in einem Kurheim verbringen. Bei 40 Prozent dieser Kinder tritt die Besserung der Symptomatik schon innerhalb weniger Tage ein, ohne dass an der Medikation etwas verändert worden wäre oder eine allergische Verursachung vorliegen würde.
Autismus
Der Patient erscheint unzugänglich, wirklichkeitsfern und unfähig einen Kontakt zur Außenwelt herzustellen: Er ist in sich gekehrt und auf sich selbst bezogen.