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Autogenes Training
Das Autogene Training nach J. H. Schulz (1884-1970) entstand in Auseinandersetzung mit der Hypnose, wobei es sich beim Autogenen Training um eine vom Patienten selbst gesteuerte körperliche und seelische Entspannung handelt. Das Autogene Training ist im Laufe der Zeit zu einer weit verbreiteten Entspannungsmethode geworden, die auch zur Bekämpfung von Stresssymptomen und häufig bei psychosomatischen Störungen behandlungsbegleitend eingesetzt wird.

Belastungsreaktion
Ein außergewöhnlich belastendes Lebensereignis, eine traumatische Erfahrung oder eine besondere Veränderung im Leben, die zu einer anhaltend unangenehmen Situation geführt hat, sind Auslöser von Leidensdruck, traurigen Verstimmungen, Gefühlen der Überforderung und Hilflosigkeit, auch Selbstmordgedanken.

Binge Eating Disorder
Wiederholte Episoden von "Essanfällen", die folgendermaßen charakterisiert sind: Essen einer Nahrungsmenge in einem abgrenzbaren Zeitraum (z.B. in einem zweistündigen Zeitraum), die definitiv größer ist, als die meisten Menschen in einem ähnlichen Zeitraum unter ähnlichen Umständen essen würden. Ein Gefühl des Kontrollverlusts über das Essen während der Episode (z.B. ein Gefühl, dass man mit dem Essen nicht aufhören kann bzw. nicht kontrollieren kann, was und wie viel man isst). Oft wird wesentlich schneller gegessen als normal. Große Nahrungsmengen werden gegessen, obwohl kein Hunger verspürt wird. Viele Patienten empfinden Ekelgefühle gegenüber sich selbst, Deprimiertheit oder Schuldgefühle nach dem übermäßigen Essen.

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Biofeedback
Biofeedback erlaubt mit Hilfe von technischen Apparaten die Wahrnehmung von zumeist unbewusst ablaufenden körperlichen und seelischen Prozessen. Durch diese Rückmeldung (feed-back) ist es möglich, Körpervorgänge gezielt zu beeinflussen. Die Anwendung von Biofeedback hat sich besonders innerhalb eines verhaltenstherapeutischen Konzepts bei der Behandlung von Angsterkrankungen, in der Schmerztherapie und der verhaltensmedizinischen Behandlung von Hypertonie und asthmatischen Erkrankungen bewährt.

Borderline Persönlichkeitsstörung
Eine immer wiederkehrende Tendenz zu impulsivem Handeln ohne Rücksicht auf die Konsequenzen mit wechselnder emotionaler Stimmungslage. Gewalttätige Reaktionen gehen einher mit der Unklarheit über das eigene Selbstbild. Beim Patienten besteht ein chronisches Gefühl innerer Leere, eine Neigung zu intensiven, aber unbeständigen Beziehungen. Das Geplagtsein von der Angst, verlassen zu werden, kann in wiederholte emotionale Krisen münden. Suiziddrohungen und selbstschädigende Handlungen (exzessives Trinken, Drogen- und Medikamentenmissbrauch, Selbstverletzungen) können vorkommen.

Bulimie (Ess-Brech-Sucht)
Häufig betroffen sind Frauen und Mädchen. Die Patientin unterliegt Essattacken, bei denen große Mengen Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden. Manchmal geht diese Erkrankung in eine Anorexie über bzw. aus der Anorexie wird manchmal eine Bulimie. Es besteht eine extrem ausgeprägte Furcht davor, dick zu werden, was dann oft mit selbstherbeigeführtem Erbrechen und/oder Abführen, zeitweiligen Hungerperioden und der Einnahme von Appetitzüglern verhindert werden soll.

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Chronischer Kopfschmerz
Nahezu 90 Prozent der Bevölkerung leiden unter gelegentlichen Kopfschmerzen, bei etwa 10-20 Prozent chronifizieren diese Kopfschmerzen. Insgesamt unterscheidet man fünfzehn Formen des Kopfschmerzes, wobei zwei Gruppen am häufigsten das Kopfschmerzgeschehen bestimmen. Das ist zum einen der vaskuläre Kopfschmerz vom Migränetyp und zum anderen der Muskelkontraktions-Kopfschmerz, der sogenannte "Spannungskopfschmerz". Frauen sind von chronischen Kopfschmerzen häufiger betroffen als Männer, gerade die Migräne beginnt oftmals schon im Kindesalter, Spätmanifestationen nach dem vierzigsten Lebensjahr sind eher selten und deuten häufig auf das Vorliegen einer anderen Erkrankung. Besondere Komplikationen ergeben sich, wenn wegen der Schmerzen zu einer extensiven medikamentösen Gegenregulation gegriffen wird, die häufig in einen Medikamentenmissbrauch mündet und dann einen Dauerkopfschmerz auslösen kann.

Demenz
Es besteht eine fortschreitende Beeinträchtigung verschiedener Hirnfunktionen, die sich auf das Gedächtnis, das Denken, die Orientierung, die Auffassungsgabe, das Rechnen, die Lernfähigkeit, die Sprache und das Urteilsvermögen bezieht. Neben der deutlichen Abnahme der intellektuellen Leistungsfähigkeit existiert eine zunehmende Beeinträchtigung des alltäglichen Lebens und seinen Anforderungen, wie Sich-Ankleiden, Waschen oder bei der Benutzung der Toilette. Ein emotionaler Kontrollverlust lässt sich meist ebenso feststellen.

Depressive Erkrankungen
Es lassen sich in Ursache und Schweregrad verschiedene depressive Erkrankungen unterscheiden. Kennzeichnend für alle sind das Leiden unter einer gedrückten traurigen Stimmung, Interessen- und Aktivitätsverlust. Eine deutliche Müdigkeit tritt oft bereits nach nur kleinen Anstrengungen auf. Symptomatisch können ebenso eine verminderte Konzentration und Aufmerksamkeit, ein vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, Schuldgefühle und Gefühle von Wertlosigkeit, negative und pessimistische Zukunftsgedanken, Suizidgedanken, Schlafstörungen, verminderter oder vermehrter Appetit und das Nachlassen des sexuelles Verlangen sein.

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Depressive Reaktion
Tritt meist nach einem schweren Verlust, wie Todesfall oder Trennung auf. Manchmal werden die depressiven Symptome erst einige Zeit nach dem Ereignis wahrgenommen. Traurige Verstimmungen, Selbstanklagen, Schuldgefühle, manchmal auch hypochondrische Ängste oder vegetative Störungen bestimmen das Erleben des Patienten.

Dissoziative Störungen (Konversionsstörungen)
Es handelt sich dabei um eine Störung, bei der Erinnerungen an die Vergangenheit teilweise oder völlig abgespalten werden. Gleiches kann für das Identitätsbewusstsein, die unmittelbaren Empfindungen sowie für die Kontrolle von Körperbewegungen zutreffen. Die Fähigkeit zu bewusster und selektiver Kontrolle darüber, was in die unmittelbare Aufmerksamkeit gerät, kann stark schwanken.

Drogenabhängigkeit
Drogenabhängigkeit bezeichnet die körperliche und seelische Abhängigkeit von Suchtstoffen, die häufig in die Venen injiziert werden (z.B. Heroin, andere Opioide, Amphetamine). Daneben werden nicht selten auch noch andere Substanzen mit einer zentralen Wirkung oral oder über die Schleimhäute des Nasen-Rachen-Raumes eingenommen, das sind vor allem Kokain, technische Lösungsmittel, die geschnüffelt werden und in letzter Zeit sogenannte "Designer-Drogen", die ebenfalls zu einer körperlichen und seelischen Abhängigkeit führen können. Cannabis, Haschisch und Marihuana gehören nur indirekt zu dieser Gruppe, sind aber für viele Drogenabhängige die Einstiegsdroge. Die Mehrzahl der Probierer gibt den Cannabiskonsum irgendwann einmal wieder auf. Schädigungen können sich ergeben aus der Gewohnheitsbildung und der seelischen Abhängigkeit. Mögliche Schäden am Erbgut sind wissenschaftlich umstritten.

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Dyskalkulie (Rechenstörung)
Es besteht ein unverhältnismäßig großes Defizit in der Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division, das nicht auf mangelnde Intelligenz oder schulische Ausbildung zurückzuführen ist.

Dyslexie (Lese- und Rechtschreibstörung)
Es bestehen Schwierigkeiten im Lesen und im Leseverständnis, die sich im Auslassen, Verdrehen und Vertauschen von Worten, einer unangemessenen Betonung, einem langen Zögern und einem langsamen Vorlesen äußern. Der Patient ist unfähig, Gelesenes wiederzugeben, den Inhalt zu bewerten und Fragen danach zu beantworten. Einhergehend ist oftmals eine entsprechende Rechtschreibstörung.

Dysthymia
Es handelt sich um eine chronische depressive Verstimmung, die gewöhnlich früh im Erwachsenenleben beginnt und mehrere Jahre andauert. Die Patienten sind in der Regel fähig, ihren Alltag zu bewältigen, leiden aber über lange Phasen unter Antriebslosigkeit und traurigen Verstimmungen, sie können nichts genießen, fühlen sich unzulänglich, grübeln und schlafen schlecht.

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EMDR
EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) wurde als neue Behandlungsart für Traumastörungen 1989 von F. Shapiro erstmals beschrieben. Diese neue Technik ist eine Form der Konfrontation (Desensibilisierung) mit einer starken kognitiven Komponente. Belastende / traumatische Erinnerungen unterliegen mit Unterstützung von sakkadischen Augenbewegungen - oder bestimmten taktilen oder akustischen Reizen - einem entlastenden Veränderungsprozess. Die Behandlung verläuft in drei Phasen: Stabilisierung, Traumabearbeitung und Neuorientierung. Neben den Erkenntnissen aus der neurophysiologischen Forschung sind im EMDR sehr viele Erfahrungen aus der psychodynamischen und der kognitiv-verhaltenstherapeutischen Therapie enthalten. EMDR lässt sich dabei sehr gut mit anderen Psychotherapieverfahren kombinieren.

Enuresis
Es handelt sich um eine Störung mit unwillkürlichem Urinabgang, bei Tag oder in der Nacht, der nicht dem körperlichen Entwicklungsniveau des Patienten entspricht.

Erektionsstörung
Es besteht beim männlichen Patienten die Schwierigkeit, die für den Geschlechtsverkehr notwendige Erektion (Versteifung) des Penis zu erlangen oder aufrechtzuerhalten. Wenn die Erektionsstörung in bestimmten Situationen (z.B. bei der Masturbation, im Schlaf oder mit einem anderen Partner) nicht auftritt, können psychische Ursachen angenommen werden.

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Erschöpfungssyndrom
Der Patient leidet unter gesteigerter Ermüdbarkeit nach geistiger Anstrengung oder unter körperlicher Schwäche nach geringsten Anstrengungen. Häufig sind damit Muskelschmerzen, Schwindelgefühle, Schlafstörungen und Reizbarkeit verbunden.

Ess-Brech-Sucht (Bulimie)
Häufig betroffen sind Frauen und Mädchen. Die Patientin unterliegt Essattacken, bei denen große Mengen Nahrung in sehr kurzer Zeit konsumiert werden. Manchmal geht diese Erkrankung in eine Anorexie über bzw. aus der Anorexie wird manchmal eine Bulimie. Es besteht eine extrem ausgeprägte Furcht davor, dick zu werden, was dann oft mit selbstherbeigeführtem Erbrechen und/oder Abführen, zeitweiligen Hungerperioden und der Einnahme von Appetitzüglern verhindert werden soll.

Essstörungen
Hierzu zählen neben Anorexia nervosa (Magersucht) und Bulimie (Ess-Brech-Sucht) andere Erkrankungen wie übermäßiges Essen oder Erbrechen, das sonstige psychische Störungen begleiten kann.

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