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Begriffe von A bis Z
Lernstörungen
Die Rechen-, Lese- und Rechtschreibfähigkeiten sind in hohem Maße beeinträchtigt, was allerdings nicht durch mangelnde Intelligenz oder unzureichende Schulausbildung zu erklären ist. Hierzu zählen die Dyskalkulie und die Dyslexie.

Logotherapie
Die Logotherapie ist eine sinnzentrierte Psychotherapie und wurde von dem Wiener Psychiater und Neurologen Viktor E. Frankl (*1905) entwickelt. Der Behandlungsansatz liegt in der Annahme, dass der Mensch danach strebt, sein Leben in einem Sinnzusammenhang zu verstehen ("Logos" = Wort, Sinn). Kann er für sich keinen Sinnzusammenhang herstellen, weil ihn die gesellschaftlichen oder individuellen Bedingungen frustrieren, besteht die Gefahr einer "existentiellen Frustration", einem Sinnlosigkeitsgefühl, aus der seelische Störungen aller Art wie etwa Depressionen oder Suchtkrankheit resultieren können. Eine seelische Gesundung auf breiter Basis ist demzufolge nur durch die Wiedergewinnung innerer Sinnerfüllung möglich. Es ist allerdings nicht das Bestreben der Logotherapie, Sinn zu "verordnen", sondern sie beschäftigt sich mit der Frage, wie es der Mensch faktisch zustande bringt, Sinn zu finden.

Lotsenpraxis
Bei einer Lotsenpraxis handelt es sich um eine zertifizierte psychotherapeutische Praxis, die Orientierungshilfe im Bereich Psychotherapie gibt. Ein Lotse ist ein ärztlicher oder psychologischer Psychotherapeut, der über seine fachliche Kompetenz hinaus regelmäßig an einem professionellen Qualitätszirkel mit lotsenspezifischer Thematik teilnimmt. Zudem ist er zu kontinuierlicher Teilnahme an Supervision und berufsbegleitender Weiterbildung verpflichtet.

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Lösungsorientierte Kurzeittherapie
Als Begründer der lösungsorientierten Therapie gilt Steve de Shazer (*1940), der von Milton Erickson inspiriert wurde. Bei einem lösungsorientierten Vorgehen wird der Fokus der Aufmerksamkeit auf die Ziele und vorhandenen Ressourcen gelenkt. Ausgehend von der Annahme, dass Lösungen häufig unabhängig von Problemen sind, werden mehr Informationen über vergangene, gegenwärtige und zukünftige Lösungen gesammelt als über Probleme. Diese deutliche Zielorientierung zeigt sich in Zielerreichungsfragen. Die Therapiesitzungen finden oft in großen Abständen statt, wobei eine Therapie häufig lediglich 5 bis 10 Sitzungen umfasst.

Mediation
Mediation ist ein freiwilliges Verfahren, in dem die Konfliktpartner mit Hilfe einer neutralen Person im direkten Gespräch miteinander eigene Entscheidungen entwickeln und verbindlich beschließen. Das Ziel ist eine Einigung zwischen den Partnern, die bei einer gerichtlichen Entscheidung oder bei der Trennung einer Lebensgemeinschaft eine tragfähige Grundlage für den künftigen Umgang miteinander und für die gemeinschaftliche Verantwortung für die Kinder bietet.

Minimale zerebrale Dysfunktion (MZD)
Darunter werden Störungen zusammengefasst, die durch einen Überschuss an motorischer Aktivität, einer starken inneren und nach außen hin sichtbaren Unruhe gekennzeichnet sind.

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Mobbing
Als Mobbing werden diejenigen destruktiven Verhaltensweisen am Arbeitsplatz bezeichnet, die das Ziel haben, einen Mitarbeiter zu schädigen oder ihn aus seinem beruflichen Umfeld zu vertreiben. Als Folge können sich eine Vielzahl psychischer Erkrankungen entwickeln. Besonders häufig sind in diesem Zusammenhang depressive und psychosomatische Reaktionen.

Neurotische Erkrankungen
Als Neurose bezeichnet man diejenigen psychischen Störungen mit Krankheitswert, die sich aus einem in der Kindheit geprägten unangemessenen Selbst- und Weltbild ableiten lassen. Im Gegensatz zu den psychotischen Störungen sind bei der neurotischen Störung Einsicht und Realitätsbezug nicht beeinträchtigt. Neurotische Störungen können sich ausdrücken in andauernden Angstzuständen, in situationsbezogenen Ängsten, in Zwängen, in traurigen Verstimmungen, in hypochondrischen oder hysterischen Reaktionen. Demgegenüber sind die Organneurosen zu nennen, bei denen zumindest zeitweilig neben oder unabhängig von der neurotischen Symptomatik besondere körperliche Beschwerden in den Vordergrund treten. Zum Beispiel die Ulcus-Erkrankung, die Colitis ulcerosa, das Asthma bronchiale, der Tinnitus und die Anorexie.

Organisch bedingte psychische Erkrankungen
Die psychische Erkrankung ist eine Folge von bzw. eine Reaktion auf Erkrankungen des Gehirns oder anderen schweren körperlichen Erkrankungen.

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Organneurose
Bei den Organneurosen treten zumindest zeitweilig neben oder unabhängig von der neurotischen psychischen Symptomatik besondere körperliche Beschwerden in den Vordergrund. Zu den Organneurosen gehören zum Beispiel die Ulcus-Erkrankung, die Colitis ulcerosa, das Asthma bronchiale, der Tinnitus und die Anorexie.

Orgasmusstörung
Die Störung wird häufiger bei Frauen als bei Männern gefunden. Der Orgasmus tritt nicht oder nur stark verzögert ein, was sich meist auf bestimmte Situationen beschränkt. Beim permanenten Ausbleiben des Orgasmus sind auch körperliche Faktoren zu berücksichtigen.

Paartherapie
Die Probleme, die das Paar belasten, existieren in der Regel schon über einen längeren Zeitraum, obwohl es oft einen "Auslöser" für die Kontaktaufnahme zum Therapeuten gibt. Solche Auslöser können z.B. Außenbeziehungen sein. Die ersten Therapiesitzungen haben das Ziel, die Wünsche und Erwartungen an die Partnerschaft und die Ängste jedes Einzelnen herauszufinden. Wichtig ist dabei die klare und offene Kommunikation. Häufig werden in Paargesprächen bearbeitet: Zukunftsperspektiven und Möglichkeiten des Einzelnen und des Paares; Denk- und Verhaltensstile; Einstellungen, Gewohnheiten, Erwartungen; Regeln in der Partnerschaft; Kommunikationsmuster; Faires Streiten, d.h. Konflikt- und Streitverhalten; Nähe versus Distanz; der Umgang mit unterschiedlichen Bedürfnissen; Abhängigkeiten und Autonomiewünsche; Hierarchie und Verstrickung; Machtverhältnisse und Dominanz; Lebensgestaltung; Aufgabenverteilung; Herkunftsfamilie und andere frühere Beziehungen; Männer- und Frauenbilder; Geschlechtsrollen; Beziehungen zu Kindern; Erziehung; Fragen der Sexualität.

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Panikstörung
Bei der Panikstörung handelt es sich um anfallsartige Angstattacken, die sich vor allem körperlich äußern. Atemschwierigkeiten, starkes Herzklopfen, Schmerzen, Ohnmachtgefühle und Unwohlsein in der Brust, Erstickungs- und Beklemmungsgefühle, die als so intensiv erlebt werden, dass man die Symptomatik als gefährliche körperliche Krise interpretiert und sich deshalb immer weiter in einen körperlichen Anspannungszustand hineinsteigert. Oft wird die Symptomatik auf den ersten Blick mit einem Herzinfarkt verwechselt. Patienten, die daraufhin Beruhigungsmittel zu sich nehmen, erreichen damit eine kurzfristige Erleichterung, nicht aber eine angemessene Behandlung ihrer Angsterkrankung. Nicht selten entwickelt sich so eine Medikamentenabhängigkeit, ohne dass die Angsterkrankung selbst ursächlich behandelt worden ist.

Pavor nocturnus (Nächtliches Aufschrecken)
Nächtliches Aufschrecken, das mit Alpträumen verbunden ist. Die Kinder wachen schreiend und weinend auf, fühlen sich geängstigt und sind lange Zeit nicht zu beruhigen. Dies ist häufig in seelischen Ursachen begründet, zum Beispiel in einem restriktiven Erziehungsstil der Eltern. In sehr seltenen Fällen gibt es organische Ursachen wie z.B. eine bestimmte Form von Epilepsie.

Persönlichkeitsstörungen
Über Zeitabläufe und Situationen hinweg lässt sich ein Verhalten beobachten, das zu schwerwiegenden emotionalen und sozialen Störungen führt. Es werden je nach Erscheinungsbild verschiedene Formen unterschieden (z.B.: Borderline-Persönlichkeitsstörung).

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Phobien
Das sind Ängste, die von spezifischen Situationen ausgelöst werden. Häufige phobieauslösende Situationen sind Höhen, wie beispielsweise auf dem Fernsehturm, Engesituationen, wie etwa im Fahrstuhl, Examensangst, die Angst vor Dunkelheit, Tierphobien, wie etwa die Angst vor Schlangen und Spinnen, Krankheitsphobien, wie etwa die Angst davor, an Aids zu erkranken, aber auch soziale Situationen, wie z. B. im Rampenlicht stehen, der Beobachtung von anderen Menschen ausgesetzt sein, können phobische Ängste auslösen.

Phobische Ängste
Das sind Ängste, die von spezifischen Situationen ausgelöst werden. Häufige phobieauslösende Situationen sind Höhen, wie beispielsweise auf dem Fernsehturm, Engesituationen, wie etwa im Fahrstuhl, Examensangst, die Angst vor Dunkelheit, Tierphobien, wie etwa die Angst vor Schlangen und Spinnen, Krankheitsphobien, wie etwa die Angst davor, an Aids zu erkranken, aber auch soziale Situationen, wie z. B. im Rampenlicht stehen, der Beobachtung von anderen Menschen ausgesetzt sein, können phobische Ängste auslösen.

Post-Traumatic Stress Disorder (PTSD)
Als Folge einer psychischen Traumatisierung entwickelt sich häufig eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung, die im englischen Sprachgebrauch PTSD (Post-Traumatic Stress Disorder) abgekürzt wird. Die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind: 1. sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder, Albträume, Flashbacks, partielle Amnesie), 2. Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, Affektintoleranz, Konzentrationsstörungen), 3. Vermeidungsverhalten (Vermeidung trauma-assoziierter Stimuli), 4. emotionale Taubheit (allgemeiner Rückzug, Interessensverlust, innere Teilnahmslosigkeit). Die Behandlung einer PTSD erfordert spezifische Kenntnisse und Techniken auf Seiten des Therapeuten.

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Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)
Als Folge einer psychischen Traumatisierung entwickelt sich häufig eine sogenannte posttraumatische Belastungsstörung, die im englischen Sprachgebrauch PTSD (Post-Traumatic Stress Disorder) abgekürzt wird. Die Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung sind: 1. sich aufdrängende, belastende Gedanken und Erinnerungen an das Trauma (Intrusionen) oder Erinnerungslücken (Bilder, Albträume, Flashbacks, partielle Amnesie), 2. Übererregungssymptome (Schlafstörungen, Schreckhaftigkeit, vermehrte Reizbarkeit, Affektintoleranz, Konzentrationsstörungen), 3. Vermeidungsverhalten (Vermeidung trauma-assoziierter Stimuli), 4. emotionale Taubheit (allgemeiner Rückzug, Interessensverlust, innere Teilnahmslosigkeit). Die Behandlung einer PTSD erfordert spezifische Kenntnisse und Techniken auf Seiten des Therapeuten.

Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson (PMR)
Das in Deutschland vorwiegend als progressive Muskelentspannung oder progressive Muskelrelaxation (PMR, auch Tiefenmuskel-Entspannung) bekannte Entspannungsverfahren geht auf den amerikanischen Arzt, Physiologen und Psychologen Edmund Jacobson (1885-1976) zurück. Die progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen (PMR) stellt ein übendes, auf die Muskeln gerichtetes Verfahren dar. Bei der PMR wird durch bewusst vollzogene muskuläre Übungen - genauer gesagt durch eine gezielte Schulung der Wahrnehmung der Muskelspannung - im Gesamtorganismus eine Entspannungsreaktion ausgelöst. Konkret werden nacheinander verschiedene Muskelgruppen angespannt und wieder entspannt, wobei der betreffende Mensch sich auf die Wahrnehmung der Spannungsunterschiede zwischen An- und Entspannung konzentriert. Dadurch wird eine mehr oder weniger generalisierte psychophysische Entspannungsreaktion herbeiführt.

Psychoanalyse
Die Psychoanalyse gründet sich auf Sigmund Freuds (1856-1939) Annahme, dass unser Denken, Empfinden und Handeln in hohem Maße von unbewussten Motiven bestimmt wird. Die Psychoanalyse versucht, das Unbewusste bewusst zu machen und verloren geglaubte, unterdrückte oder vergessene Zusammenhänge wieder ins Bewusstsein holen. Dieser Prozess nimmt in der Regel mehrere Jahre in Anspruch. Die Psychoanalyse ist ein Richtlinienverfahren, d.h. die Behandlungskosten können von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden.

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