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Begriffe von A bis Z
Psychodrama
Im Psychodrama lernt der Patient, seine Belastungen wie ein Schauspieler mit anderen zusammen darzustellen und in immer neuen Rollen neue Perspektiven und Verhaltensweisen einzuüben. Ziel ist es, durch die Reinszenierung eine zunehmende Distanz zu den eigenen Belastungsgefühlen einzunehmen und diese zu verarbeiten.

Psychotische Erkrankungen
Es handelt sich um vielgestaltige schwere psychische Störungen, bei denen Halluzinationen, Wahnvorstellungen und starke Stimmungsschwankungen den Bezug zur Realität teilweise oder vollkommen aufheben können.

Rational-Emotive Therapie (RET)
Albert Ellis (*1913) entwickelte dieses Behandlungsverfahren. Die Rational-Emotive Therapie (RET, auch REVT = Rational Emotive Verhaltenstherapie) ist eine Methode, die der kognitiven Verhaltenstherapie zugeordnet wird. Emotionale Störungen basieren auf irrationalen Überzeugungen, wie "Ich muss eine Sache gut machen, sonst bin ich wertlos", "Wenn 100 Menschen mich loben, lässt mich das kalt, doch wenn mich einer kritisiert, dann ist mir das unerträglich." Ziel der Therapie ist eine realistische Neubewertung der Lebenssituation.

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Schizophrenie
Der Begriff umfasst eine Gruppe schwerer psychotischer Erkrankungen. Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Denk- und Affektstörungen sowie psychomotorische Symptome gehören zu den recht verschiedenartigen Krankheitsbildern. Äußere Belastungen, aber auch eine genetische Bedingtheit werden als Ursache diskutiert.

Schlafstörungen
Ein- oder Durchschlafstörungen können psychisch oder körperlich bedingt sein. Als Folge entstehen u.a. ein erheblicher Leidensdruck, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Reizbarkeit bis hin zu depressiven Verstimmungen, welche die Verrichtung alltäglicher Funktionen beeinträchtigen.

Selbstmord (Selbsttötung, Suizid)
Der Begriff Suizid (Selbsttötung, Selbstmord) bezeichnet die Handlung eines Menschen, dem eigenen Leben ein Ende zu setzen. Ein Suizidversuch kann das Ergebnis einer krankhaften Entwicklung, ein Hilferuf, aber auch die Folge eines freien Entschlusses sein. Die Motive für Suizide und Suizidversuche sind so vielfältig wie die Menschen.

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Sexuelle Funktionsstörungen
Erregungs- oder Orgasmusschwierigkeiten beim Mann oder bei der Frau in sexuellen Situationen, die sich nicht auf eine körperliche Erkrankung zurückführen lassen.

Sexueller Missbrauch
Sämtliche sexuellen Handlungen von Erwachsenen an Minderjährigen. Die seelischen Konsequenzen sind beträchtlich. Kindliche Missbrauchserfahrungen können dissoziative Störungen, depressive Erkrankungen, selbstschädigende Tendenzen und sexuelle Funktionsstörungen auslösen.

Sodomie
Sexuelle Handlungen an Tieren. Es handelt sich um eine relativ seltene sexuelle Störung, die bei beiden Geschlechtern beobachtet wird, insbesondere bei oligophrenen (schwachsinnigen) oder dementen Personen, die an einem Hirnabbau in Folge einer Alterserkrankung leiden. Manchmal tritt diese Störung auch als Ergebnis von Vereinsamung bei Menschen auf, die in einem engen Kontakt zu Tieren leben.

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Somatisierungsstörungen
Der Patient ist der festen Überzeugung, körperliche Symptome seien untersuchungswürdig und von medizinischer Bedeutsamkeit, trotz einer Vielzahl stattgefundener Untersuchungen ohne einen bedeutsamen Befund. Auch wenn Beginn und Fortdauer der Symptome eine enge Beziehung zu unangenehmen Lebensereignissen, Schwierigkeiten oder Konflikten aufweisen, glaubt der Patient an eine organische Verursachung seiner Beschwerden.

Somatoforme Funktionsstörungen
Der Patient ist der festen Überzeugung, körperliche Symptome seien untersuchungswürdig und von medizinischer Bedeutsamkeit, trotz einer Vielzahl stattgefundener Untersuchungen ohne einen bedeutsamen Befund. Auch wenn Beginn und Fortdauer der Symptome eine enge Beziehung zu unangenehmen Lebensereignissen, Schwierigkeiten oder Konflikten aufweisen, glaubt der Patient an eine organische Verursachung seiner Beschwerden.

Somatoforme Schmerzerkrankung
Der Patient leidet unter andauernden oder immer wiederkehrendem quälenden Schmerz, der nicht alleine durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung verursacht wird. Zunehmend haben hierbei seelische Prozesse Bedeutung für die Aufrechterhaltung der Schmerzen bekommen.

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Spielsucht (Pathologisches Glücksspiel)
Beharrliches und wiederholtes Glücksspiel, das der Patient weiter aufsucht, auch wenn seine soziale, berufliche und finanzielle Existenz durch das Spiel bedroht ist.

Spieltherapie/Kindertherapie
Die Spieltherapie bildet eine Form der Kinderpsychotherapie. So sollen beispielsweise im Spiel mit Handpuppen oder beim Rollenspiel Konflikte aufgedeckt, bearbeitet, angepasste Verhaltensweisen eingeübt und gefestigt werden.

Stottern
Stottern ist eine Koordinationsstörung des Sprechvorgangs und tritt meist zwischen dem dritten und siebten Lebensjahr auf. Bestimmte Silben oder Laute können nicht oder erst nach Wiederholung ausgesprochen werden. Jungen sind davon häufiger betroffen als Mädchen, das Verhältnis liegt hier ungefähr bei 4 zu 1. In der Regel sind beim Stottern sowohl körperliche als auch psychische Faktoren wirksam.

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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Wie die Psychoanalyse beruht die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie auf der Annahme, dass unbewusste Prozesse für die seelische und körperliche Gesundheit entscheidend sind. Belastende Erfahrungen und unbearbeitete Konflikte aus der Kindheit stehen mit aktuellen Symptomen in einem ursächlichen Zusammenhang. Im Unterschied zur Psychoanalyse bezieht der tiefenpsychologische Ansatz auch die aktuellen Konflikte mit ein. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie ist ein Richtlinienverfahren, d.h. die Behandlungskosten können von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden.

Tinnitus
Unter "Tinnitus" versteht man Ohrgeräusche, die oft so quälend sind, dass sie zu Schlafstörungen, schweren depressiven Verstimmungen, sozialem Rückzug und manchmal auch zu Suizidversuchen führen. Sie haben oft (nicht immer) keine, auch für HNO-Ärzte erkennbare Ursache, treten häufig in Folge eines Hörsturzes auf, sind unter "somatoforme Störungen" einzuordnen. Vereinfacht gesagt, könnte man den Tinnitus auch als Streßsymptom, das übrigens sehr verbreitet ist, bezeichnen.

Transsexualismus
Die zwanghafte Überzeugung, der Patient gehöre seelisch dem anderen Geschlecht an, obwohl die physiologischen Bedingungen dem widersprechen. Das eigene körperliche Geschlecht wird abgelehnt und als Ursache für Depression und Belastungsempfinden wahrgenommen. Hier wird nicht der Transsexualismus therapiert, sondern der damit verbundene Leidensdruck.

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Transvestismus
So bezeichnet man das zwanghafte Bedürfnis, die Kleider des anderen Geschlechts zu tragen. Dieser Wunsch kann unterschwellig, spielerisch vorhanden sein und darf in bestimmten Situationen wie etwa im Karneval ausgelebt werden und hat dann keine pathologische Bedeutung. Wenn aber der Zwang so stark ausgeprägt ist, dass er einen Verstoß gegen die gesellschaftlichen Regeln darstellt, entsteht ein deutlicher Leidendruck, der behandelt werden muss.

Vaginismus
Das Eindringen des Penis in die Vagina beim Geschlechtsverkehr ist unmöglich oder nur unter Schmerzen möglich, obwohl keine körperliche Erkrankung, welche die Schmerzen auslösen könnte, vorliegt.

Verhaltenstherapie
Die Verhaltenstherapie ist das experimentell am häufigsten untersuchte Psychotherapieverfahren. Die Wirksamkeit der Verhaltenstherapie kann für einen breiten klinischen Anwendungsbereich wissenschaftlich belegt werden. In der Verhaltenstherapie steht die Änderung eines problematischen Verhaltens im Mittelpunkt der Behandlung. Früher hat sich die Verhaltenstherapie auf exakt messbare Handlungen und Körperreaktionen beschränkt. Seit den 1970er Jahren werden in der Verhaltenstherapie auch Gedanken und Vorstellungen für die Entstehung und Aufrechterhaltung von Problemverhalten und deren Beseitigung als wesentlich angesehen. Die Verhaltenstherapie versucht Fähigkeiten des Menschen zu mobilisieren und so problematisches Verhalten zu beseitigen. Beispiele für dafür eingesetzte Methoden sind: Konfliktmanagement-, soziales Kompetenz-, oder Stressbewältigungstraining, Reizkonfrontationsverfahren und Modelllernen. Die Verhaltenstherapie ist ein Richtlinienverfahren, d. h. die Behandlungskosten können von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden.

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Zwangsgedanken
Es handelt sich dabei um Gedanken, welche die Form von zwanghaften Ideen, bildhaften Vorstellungen oder Zwangsimpulsen annehmen. Inhaltlich sehr unterschiedlich, sind sie für den Patienten fast immer quälend. Aufgrund dieser Zwangsgedanken ist der Patient häufig unfähig, triviale, aber notwendige alltägliche Entscheidungen zu treffen.

Zwangshandlungen
Zwangshandlungen oder auch Zwangsrituale beziehen sich zumeist auf Reinlichkeit, eine übertriebene Ordnung und Sauberkeit oder wiederholte Kontrollen, die allesamt eine mögliche Gefahr abwenden sollen. Zwanghaft rituelle Handlungen können täglich stundenlang ausgeführt werden und sind zuweilen verbunden mit einer besonderen Entschlusslosigkeit und Langsamkeit.